Halogenkohlenwasserstoffe –- Antonia und Michelle

Ode an die Chemie

Wir sitzen hier im Chemie-Unterricht,

Doch den Leistungskurs verstehen wir nicht.

Was ist denn bitte diese Stoffchemie?

ich glaub das können wir nie…

 

Oder diese Halogenalkane,

denn darauf stellt sich die Frage,

was ist das überhaupt?

 

Fluorchlorkohlenwasserstoff

sind die einzigen davon.

Doch es gibt noch Brom und Iod,

das weiß doch jeder Idiot.

 

Auf jeden Fall werden die FCKWs zerlegt,

von der UV-Strahlung ja genauso geht’s!

 

So kommt die Reaktion zustande,

von Ozon und Halogenen der ganzen Bande.

 

Jedoch wird die Ozonkonzentration so gering,

dass man schon von einem Ozonloch spricht,

ist das nicht ein Ding?!

 

Aber Ozon wie ist das überhaupt?

es ist aus 3 Atomen aufgebaut.

Also hat man 3 Sauerstoff,

da greift man sich ja an den Kopf.

 

Aber nun zurück,

aber nur ein Stück,

denn da kommt die radikale Substitution,

in Gang gesetzt zum Beispiel mit Brom.

 

Im Schatten verborgen ohne Problem,

doch im Licht kann man es nun sehn,

wie die Farbe sich verändern kann,

man sehe sich nur die Reaktionsgleichung an.

 

Ob Mathe, Physik oder Biologie,

unser Lieblingsfach bleibt die Chemie.

Denn obwohl man manchmal nichts kapiert,

Ist am Ende immer was passiert.

 

Und kommt es mal zum großen Knall,

ist voll egal!

Hauptsache Schutzbrille an.

Denn außer Kratzer kann doch nichts geschehn,

außer man verschüttet etwas Arsen.

 

Die Ode an die Chemie meine Freunde,

ja genau das feiern wir heute.

 

Reaktionen der Kohlenwasserstoffe – Ines, Björn & Robin

Schwarze Kleidung hat der Peter,

denn er ist der Schornsteinfeger.

Von oben kommt ein schöner Gruß,

es ist der Peter voller Ruß.

Jetzt wisst ihr was den Peter juckt,

beim Verbrennen von Alkanen gibt es nicht nur ein Produkt.

Kohlenstoff, CO und CO2,

Wasser ist sowieso immer dabei.

Vorbei kommt seine Kundin Anke;

Lacht ihn aus, dort in der Pampe.

„Sei doch mal ein bisschen netter,

ich bin schließlich dein Lebensretter.

Ist zu wenig Sauerstoff vorhanden,

setzt sich der Kohlenstoff in die Schornsteinkanten.

Es entstehen nicht nur giftige Dämpfe,

sondern ab und zu auch große Brände.

Zündest du den Kamin jetzt an,

steht dein ganzes Haus in Flammen!“

„Heftiger Dank sei dir gewährt,

du hast den Schornstein blank gekehrt.“

„Doch schauen wir uns die Heizung an,

ein Ort an dem viel passieren kann.

Enthalten sind Methan, Ethan, Propan und Butan,

allesamt ein gasförmiges Alkan.

Fügt man jetzt noch Sauerstoff und Hitze hinzu,

haben die Gase keine Ruh.

Die Reaktion fängt an,

die Alkane werden verbrannt.

Hast du dann auch noch Glück,

bleiben nur CO2 und Wasser zurück.

Ansonsten entsteht CO,

ich nenne es dein tödliches Fiasko.“

„Aber Peter was ich mich frage,

was ist die Halogenierung der Alkane?“

„Anke das weiß doch jeder Bischof im Dom,

Licht spaltet elementares Fluor oder Brom.

Dabei kommt heraus, überleg einmal,

zwei Hälften, je ein Fluor- oder Bromradikal.

Die Kettenreaktion wird gestartet,

was man so nicht erwartet.

Doch es wird noch viel brutaler,

…ein Radikal entreißt dem Andern den Bindungspartner.

Dadurch wird das betroffene Molekül nun mal,

…geradewegs selbst zum Radikal.

Atome und Radikale,

binden sich nun mehrere Male.

Abgebrochen wird hier nicht,

erst wenn Gleiches auf Gleiches trifft.“

 

 

Zwischenmolekulare Kräfte – Franziska, Charlotte, Daniel

Für die Bindung ja,

sind die zwischenmolekularen Kräfte da.

Von ihnen gibt es drei,

so bleibt kein Molekül mehr frei.

 

Die Schwächsten sind per Zufall da,

benannt sind sie nach Van der Waal.

Die Moleküle ziehen sich dabei an,

obwohl dort keins polar sein kann.

Je größer die Fläche ist,

desto größer man die Kraft auch misst.

Und dies kann man auch zeigen

indem die Siedepunkte steigen.

 

In zwischenmolekularen Wirkungen sind auch

Wasserstoffbrückenbindungen in Gebrauch.

Bei Wasserstoffbrückenbindungen wirken ja

sehr starke Anziehungskräfte na klar.

Die Wasserstoffatome binden mit

stark elektronegativen Atomen was ein Hit.

Daraus folgt hier ganz klar

diese Atombindung ist besonders stark polar.

Die Partialladung vom H-Atom ist positiv

und somit die Ladung des gebundenen Atoms negativ.

In kurzkettigen Alkanolen wirken diese Kräfte

über H- und O-Atom mit freiem Elektronenpaar so steht es im Hefte.
Polar und unpolar

der Unterschied ist doch sonnenklar.

Im Grund entstehen sie beide gleich,

durch Ladungsverschiebung in Atomgruppen, ist das nicht voll hilfreich?

Eine Bindung von getrennten Ladungsschwerpunkten befindet sich nun da,

so ist eine Atomgruppe nicht mehr elektrisch-neutral.

Das Messen, dass ist super leicht,

das übt man schon im Kinderkreis.

Bei 0,5 das ist doch jedem klar,

weiß man der Stoff ist nicht polar.

Polar kann er ab über 0,5 erst sein

und bleibt es bis 1,7 allgemein.

 

 

Isomerie: – Max, Joshua, Alex

Ihr befragt uns wegen Isomerie?
Ihr denkt das versteht ihr nie?
Aber Leute, es gibt schlimmere Dinge
Sogar in der Chemie
Isomerie, das ist ganz leicht
Redet doch net alle so ein dummen Scheiß
Bei Butan zum Beispiel,
Räumlich unterschiedlich aufgebaut,
Aber wasserstoff und Kohlenstoff ist darin gleich viel
In der Isomerie hat die Strukturformel das Sagen
Wo etwas hängt und hingehört
Der Stoff hat nichts zu beklagen
Denn alles, was es hat, geht nicht fort
Alles bleibt da
Doch was ist nun anders?
Der Stoff ist nicht ganz, wie es war
Es ist nun besonders
Eine andere Struktur es jetzt hat
Und eine neue Funktion es bekam.
Nun ist es nicht mehr privat.
Mühsam zu lernen wird arm.
Nun kommen wir zur Nomenklatur
Und ihr fragt euch: was ist das nur?
Das ist die Namensgebung
Zu lernen ganz leicht
Ohne Tortur
Ob Doppel oder Dreifach
Das ist ganz einfach
Der Wasserstoff wird dezimiert
Und somit wird die Bindung produziert.

Die 3 A’s – Daniela und Lydia

Alkane, Alkene, Alkine

fahren nicht auf derselben Schiene.

Sie sind zwar alle Kohlenwasserstoffe,

den Unterschied kennt ihr aber bald, so wie ich hoffe.

Alle haben ihre eigene Form,

das macht den Unterschied ganz enorm.

Alkane fühlen sich wohl im Tetraeder,

Alkene habens planar einfach bequemer.

Alkine sind linear ganz gut bedient,

so hat sich auch jeder seine eigene Form verdient.

Um jetzt noch einen drauf zu setzen,

wollen wir euch noch trans und cis um die Ohren metzen.

Trans entsteht in der bösen Margarine,

wo der Substituent sich des Kohlenstoffs bediene.

Im Modell stehen sich diese gegenüber,

deswegen geht die Siedezeit langsamer vorüber.

Voll Stolz steht das cis-Isomer,

denn es gibt mehr für die Gesundheit her.

Die Fremdlinge gesellen sich nebeneinander,

doch drücken sich wieder auseinander.

Das Element ist aber schlau,

und macht einen Zick Zack Bau.

Nur noch mal zur Erinnerung,

der Tetraeder war ein Viererbund.

Mit dem Winkel 109 Grad,

ist er ganz schön gut begabt.

Zum Schluss müsst ihr euch noch merken,

dass Alkane mit Einfachbindungen verkehren.

Alkene mögen den Doppelbund,

und zuletzt für eure Kund:

Werden wir euch sagen,

Dass Alkine Dreifachbindumgem vertragen.

Für die euch nun bekannten Formen,

wird immer das VSEPR sorgen.

Denn es hält die Regel fest,

das ein Elektron das andere wegpresst.

Und jetzt hätten wir’s fast vergessen,

doch das Kultusministerium Hessen

kann sich nicht entscheiden

und lässt die Schüler wieder leiden,

denn nun müssen wir wissen

dass sich trans und cis verpissen.

E und Z sind jetzt ganz neu,

habt jedoch keine Scheu!

War das jetzt schon alles?

Tatsächlich, das ist doch nur Banales!

 

 

 

Petrochemie- Erdöl + Verarbeitung – Jenny, Dominik, Jacqueline

Was war

denn das für ein großer Knall
große Dinos lebten überall.

Nun lag die Welt im tiefen Schlaf
und die Dinos sanken tief ins Gras.

Das Plankton im Meer hatte es auch schwer,
es starb und versank in der Tiefe wo man es lang ließe

In Millionen Jahren unter dem schweren Stein,
wollten sie nicht länger nur Plankton sein.

Es entwickelten sich zu einer schwarzen Schicht,
weit entfernt vom Tageslicht.

Bis die Menschen es entdeckten
und große Maschinen in den Boden steckten.

Und das Plankton wurde hochgezerrt,
von den Menschen in einen Ofen gesperrt.

Ein neuer Rohstoff in der Chemie entstand,
von allen Menschen nur Erdöl genannt.

Gesucht wurde nach dem dunklen Phänomen,
auf Meeren, Land und vielen Seen.

Am Anfang kommt es von alleine raus,
danach Pumpen es die Menschen aus.

Durch die neue Erfindung „Fraktionierte Destillation“,
wird das Erdöl getrennt, so schnell geht das schon.

Das Erdöl macht sich weiter auf den Weg,
in einen Turm, der hoffentlich gerade steht.

Nun schauen wir uns das Öl mal näher an,
was man daraus wohl alles machen kann.

Wir sehen viele lange Ketten,
die könnten wir doch mal Cracken.

Welch großartiger Prozess dort entsteht,
lange Kohlenwasserstoff-Moleküle in kürzere zerlegt.

Doch stehen wir heute vor einem neuen Problem,
denn das Erdöl wird uns bald ausgehen.

Zu viel Erdöl wurde aus dem Boden gepumpt,
sodass die Maschine schon bald verstummt.

Süßer die Kassen, die klingeln!?

Weihnachten, das Fest der Freude und Besinnung. Gläubige Christen feiern die Geburt des Heilandes, des Erlösers. Die Juden hofften auf die Erlösung von der Unterdrückung durch die Römer, doch Jesus sollte dem später widersprechen und sagen, sein Reich sei nicht von dieser Welt. Die Christen sagen heute, Jesus habe uns von den Sünden befreit, unsere Schuld getilgt.

Jesu Geburt ist das Geschenk Gottes an die Menschheit, der seinen Sohn zur Erde schickt, ihn Höllenqualen erleiden lässt, damit er mit 33 Jahren am Kreuz eines leidvollen Todes sterben muss, um uns Menschen von unserer Schuld zu befreien. Wir feiern demnach mit Weihnachten den Beginn unserer Befreiung von unserer Schuld. Für dieses Geschenk sollten wir Dankbarkeit zeigen, uns besinnen, ob wir nicht im Laufe des Jahres neue Schuld auf uns geladen haben. Sollten wir das feststellen müssen, wäre es an der Zeit, die neue Schuld alleinverantwortlich zu tilgen.

Die Zeit der Besinnung beginnt mit dem 1. Advent. Die Jahreszeit lädt dazu ein: Das Laub der Bäume liegt am Boden, die Felder brach, die Natur kommt zur Ruhe. Wir sollten uns der Natur anschließen und ebenfalls zur Ruhe kommen.

Doch Hinweise auf den Advent gibt es bereits Anfang September. Frisch aus den Sommerferien von Mallorca, der Nordseeküste oder den Kanaren zurück, geht man mit schön gebräunter Haut, Sommerkleid und FlipFlops in den Supermarkt und was wartet dort auf uns? Richtig! – Lebkuchen und Schoko-Nikoläuse. Zwei Welten treffen aufeinander. Ist man gedanklich noch am Strand, überfallen uns die Firmen schon mit winterlichen Genüssen. Das muss erst einmal verkraftet werden. Die Verwirrung nimmt noch einmal zu, wenn man nach dem Einkauf die Natur beobachtet und erkennt,  dass die Äpfel noch an den Bäumen hängen und die Weintrauben noch geerntet werden wollen, doch die Christstollen schon die Weihnachtszeit einläuten. So wird die Zeit der Besinnung von ursprünglich vier Wochen auf drei Monate ausgedehnt.

Die letzten Jahre frage ich mich, warum so früh? Was soll das?? Meinen die Hersteller es gut mit uns und wollen, dass wir schon früh mit den Besorgungen beginnen, damit die „richtige“ Weihnachtszeit nicht so stressig wird? Ich denke nicht! Ist es nicht viel eher so, dass die Geschäfte darauf spekulieren, dass sich die weihnachtliche Vorfreude der Konsumenten künstlich verlängern lässt und somit mehr Geld in die Kassen gespült wird? Ihr Konzept scheint aufzugehen, denn in den letzten Jahren beobachtete ich eine immer frühere Wiederkehr der Leckereien und Accessoires. Vielleicht sollte man sie erst gar nicht mehr wegräumen – genauso  wie den Osterhasen. Weihnachtsmann und Osterhase verstehen sich sicherlich blendend in den Regalen – also warum der Stress mit dem Einräumen und Wegräumen?

Die Menschen freuen sich auf Weihnachten. Auch wenn die meisten den unpassenden Zeitpunkt erkennen und sich auch oft darüber aufregen, werden sie doch an Weihnachten erinnert und damit Hoffnungen auf Harmonie geweckt. Dadurch wird die Konsumfreude angeregt und der Umsatz gesteigert. Schade, etwas mehr an Besinnung, auch über den Advent hinaus, hätte uns nicht geschadet.

Was gibt es schöneres als Harmonie zum Fest der Liebe? Doch kostet die Realisierung derselben viel Kraft und Zeit. Denken wir nur mal an die fleißige Hausfrau, Mutter und Ehefrau, die sich die meiste Zeit der Weihnachtsfeiertage in der Küche aufhält, um ihren Lieben ein festliches Mahl zu kredenzen.

Der Blutdruck steigt ebenfalls bei den last-minute-Käufern, die bei zahlreichen Radiointerviews an Heilig Abend gefragt werden, warum sie sich erst jetzt in das Weihnachtsgetümmel stürzen. Dadurch wird der Heilige Abend auch für die zahlreichen Angestellten der Supermärkte oder Kaufhäuser stressig, die groß dafür werben, dass sie am 24. Dezember bis 16 Uhr geöffnet haben. Die Verkäufer kommen so erst gegen 18 Uhr nach Hause und müssen sich dann noch um das Essen und gegebenenfalls um den Baumschmuck kümmern. Beide quält die Frage: ,,Habe ich für jeden ein Geschenk? Ist es auch das richtige?“. Eine Antwort gibt es erst nach dem Auspacken, und man weiß nicht, ob die Antwort  nur eine höfliche Notlüge ist. Also was tun, dem Dilemma zu entfliehen? Auf der einen Seite die Absicht Freude zu schenken, auf der anderen Seite der Zweifel, ob das auch wirklich gelingt. Ist es nicht ein Widerspruch, sich für Harmonie abrackern zu müssen? So wird die Vorweihnachtszeit nicht nur nach vorn verlagert, sondern auch bis zur letzten Minute ausgereizt. Ein Hinweis darauf, dass es nicht um innere Einkehr geht.

Je näher Weihnachten rückt, umso ausgeprägter müsste die Besinnlichkeit werden, wir kehren ganz in uns, bilanzieren das vergangene Jahr und bereiten uns auf das kommende mit guten Vorsätzen vor. Ein schöner Gedanke, nur hat er nichts mit unserer Wirklichkeit gemein.

Mein Vorschlag wäre, sich einfach etwas Zeit zu schenken.

Gaith al Sultan – ein syrischer Flüchtling erzählt seine Geschichte

Ein Interview von Chiara Ferrandina, Lucie Besken und Alba Lang, im Rahmen der Unicef-AG


Gaith, möchtest du uns etwas über deinen Film erzählen?

Gerne, ich bin Gaith und komme aus Syrien. Ich habe einen Film gedreht, der meine Flucht von Syrien nach Deutschland beschreibt. Diesen Film habe ich in der Türkei angefangen mit der Hilfe eines BBC-Journalisten. Als ich in der Türkei war, hatte ich kein Geld und musste deswegen auf der Straße schlafen. Der Journalist hat mich so gesehen und wollte mir helfen. Ich erzählte ihm, dass ich auf der Flucht nach Deutschland bin. Daraufhin gab er mir einen guten Tipp, der mich motivieren und mir Hoffnung geben sollte. Er riet mir die Flucht mit meinem Handy zu dokumentieren. Das war jedoch schwierig, denn als Flüchtling war man oft umgeben von Polizisten, die auch bereit waren zuzuschlagen.

Wurdest du einmal von Polizisten geschlagen?

Ja, in Griechenland, Ungarn und Mazedonien. Aber ich konnte das natürlich nicht aufnehmen.

Warum haben dich die Polizisten geschlagen?

Ich wollte meine Fingerabdrücke in Ungarn nicht Preis geben und deswegen schlug mich die Polizei mit ihrem Schlagstock. In Mazedonien hat mich die Polizei ebenfalls geschlagen, weil zu viele Menschen auf einem Platz waren. Es standen 8000 Menschen vor den Polizisten, die in Richtung Nordeuropa fahren wollte. Die Polizei hat die Flüchtlinge nicht weitergelassen. Wir froren. Es war kalt und nass und wir hatten keine richtige Schlafmöglichkeit. Es war unerträglich.

Was hast du noch auf deiner Flucht erlebt?

Eines Tages wurde mein Handy und mein Portemonnaie auf einem Flüchtlingsboot geklaut. In diesem Portemonnaie waren 200 € enthalten. Als ich in Athen ankam, ging es mir dementsprechend schlecht.

Hinzu kam, dass meine Aufnahmen, die ich zuvor gemacht hatte verschwunden schienen. Zum Glück hatte ich die Aufnahmen vorher einem Freund gesendet und sie sind somit glücklicherweise nicht verloren gegangen.

Warum war dein erster Zwischenstopp die Türkei?

Als in Syrien der Krieg angefangen hatte, mussten die meisten Jugendlichen für ihr Land kämpfen. Da mein Bruder angeschossen wurde, mussten wir ihn in das nächste Krankenhaus bringen. Das Krankenhaus war in der Türkei, da durch den Krieg fast alle Krankenhäuser in Syrien zerstört wurden. Meine Mutter blieb noch in Syrien. Ein Tag nach der Operation meines Bruders, starb mein Vater aufgrund ungeklärter Ursachen. „Und das war echt ganz schwierig. Das war eine Katastrophe.“ Meine Mutter floh daraufhin auch in die Türkei. dort wohnten wir nicht in einem Haus, sondern in einer Einrichtung wie „für Hunde“ gemacht oder mit mehreren Flüchtlingen auf engem Raum.

 

Wer hat dir alles auf deiner Flucht geholfen

Einerseits der Journalist mit dem Tipp meinen Weg zu dokumentieren. Er hat mir gesagt, dass ich aufgrund meiner Aufnahmen die schwierige Reise schaffen würde und der Film mir mental helfen kann. Andererseits Freunde und meine Familie im Ausland, wie eine Cousine in Schweden oder ein Freund aus Dänemark. Sie schickten mir Geld oder Nahrung.

Was passierte in Griechenland, als du mit dem Flüchtlingsschiff ankamst?

In Athen habe ich einen guten Freund, Abdul, kennengelernt, der viele Ereignisse meines Lebens teilte. Auch sein Vater starb. Er ertrank, als ein Flüchtlingsboot gekentert ist. Außerdem wusste er wie es ist, als Jugendlicher eine Flucht zu bestreiten. Unsere Wege trennten sich leider in Griechenland, doch er ist für mich wie ein Bruder geworden. Wir haben immer noch jeden Tag Kontakt.

Ist bei dir auch das Flüchtlingsboot gekentert?

Ja 50 Meter vor dem Ufer, doch es sind keine Menschen gestorben. Wir hatten Glück und wurden gerettet.

Wieso ist in Syrien ein Krieg ausgebrochen?

Ich kann diese Frage selber nicht beantworten. Ich war Zuhause, als ich die ersten Raketen gehört habe. Die Raketen kamen von einem Tag auf den Anderen und halten bis heute an. Ich musste aus meiner Heimat fliehen, weil ich sonst im Krieg hätte mitkämpfen müssen und ich in Syrien keine Perspektive habe. Es gibt keine Schulen, keine Arbeit und täglich gibt es die Gefahr zu sterben.

Wenn der Krieg vorüber ist, willst du dann nach Syrien zurück?

Ich will auf keinen Fall zurück nach Syrien, weil ich schreckliche Angst habe, was mich erwarten wird, auch wenn der Krieg vorbei ist.

Du hast in Deutschland deine Geschwister wieder getroffen. Wie geschah das?

Es war ein wunderschöner und hoffnungsvoller Zufall, dass ich sie in München traf. Unser sehnlichster Wunsch ist es unsere Mutter nach Deutschland holen, da sie noch in der Türkei ist und die Flucht aufgrund ihrer Herzprobleme nicht bestreiten konnte. Wir vermissen sie sehr. Es ist aber sehr schwierig diesen Wunsch zu realisieren.

Haben deine Geschwister und du schon Asyl erhalten?

Nein, haben wir leider noch nicht.

Was blieb dir noch von deiner Flucht besonders in Erinnerung?

In der Türkei, als mein Vater starb und ich kein Geld hatte, musste ich 14 Stunden arbeiten und habe 2 Brote dafür bekommen. Ich habe dort in einer Bäckerei gearbeitet.

 

Hast du mitbekommen, dass in Deutschland immer mehr Menschen gegen Flüchtlinge sind?

Ja, habe ich, doch mich hat noch nie jemand in Deutschland beleidigt. „Deine Finger sind auch nicht alle gleich.“ Es gibt viele gute, aber auch böse Leute. Die Menschen sind einfach unterschiedlich, genau wie unsere Finger. Aber diese „bösen“ Menschen gibt es auch in Syrien und überall auf der ganzen Welt.

Wieso wolltest du nach Deutschland?    

Ich wollte zuerst nach Dänemark reisen, doch ich wollte nicht von Dänemark wieder nach Syrien geschickt werden. Ich hatte in Deutschland mehr Hoffnung akzeptiert zu werden. Ich will auch nach der Beendigung des Krieges nicht zurück nach Syrien. Alle meine Freunde sind gestorben und mein Zuhause ist zerstört.

Wie lange bist du schon in der Goetheschule?

Seit 6 Monaten, aber ich wünsche mir, bald auf die ADS zu kommen. Später möchte ich Journalist werden, da mich die Dokumentation der Flucht dazu inspiriert hat. Ich weiß, es ist schwierig, doch ich bin mir sicher, dass ich es packen kann. Und ich gebe nicht auf. Mein Vater hat mir das so beigebracht.

Wie fühlst du dich, wenn du deinen Film zeigst?

Es ist schwierig, da es alles wahre Begebenheiten sind, die eine sehr schwierige Zeit in meinem Leben markieren. Aber ich bin froh, meine Geschichte teilen zu dürfen. Ich war sehr nervös, meinen Film der ADS zu zeigen, da es das erste Mal war, dass ich meinen Film öffentlich gemacht habe. Doch alle Schüler waren sehr gerührt und mitfühlend. Das hat mich sehr gefreut.

Viele sagen, dass die Kultur der arabischen Welt und der westlichen Welt sich sehr unterscheiden. Zum Beispiel im Hinblick auf die Kopftuchpflicht und der fehlenden Gleichberechtigung von Frauen. Wie siehst du das?

Für mich sagen nur „dumme Leute“, dass es einen Unterschied zwischen Männern und Frauen gibt. In meiner Heimat waren Frauen nicht weniger wert als Männer. Das ist eher der Fall in Saudi-Arabien. Ich weiß auch nicht, wieso manche Frauen gezwungen werden ihr Gesicht nicht zu zeigen. Das vermittelt unsere Religion nicht! Meine Schwester trägt auch kein Kopftuch, weil wir gegen diese Ansichten sind und sie nicht verstehen können. „Für mich ist unser Gott und euer Gott sehr ähnlich.“
Nachtrag:

Wir hatten nicht nur ein interessantes Gespräch mit Gaith, sondern hatten viel Spaß und haben einen Freund gefunden. Des Weiteren wünschen wir Gaith auf seinem weiteren Weg alles Gute und bedanken uns herzlich bei ihm für das aufschlussreiche Gespräch.

„Kolschi tammam!“ – Alles Gute!

„Ich erzähle euch meine Geschichte, doch es ist ganz schwierig zu verstehen, wie furchtbar und schwierig diese Flucht war, wenn man sie selber nicht erlebt hat.“ (Gaith)

Husarenkrapfen – Schau mir in die Augen, Kleines

engel

Zutaten (für 40 Portionen):

  • 240 g Mehl
  • 150 g Butter
  • 2 Eier (Eigelb)
  • 70 g Puderzucker
  • 2 TL Vanillezucker
  • 1 Zitrone (abgeriebene Schale)
  • 1 Prise Salz
  • Konfitüre (Himbeere und/oder Johannisbeere)

Beim Einkaufen nichts vergessen? Na dann kann es losgehen!

Alle Zutaten zusammen mit dem Knethaken (ihr dürft natürlich auch eure Hände benutzen) zu einem glatten Teig verkneten. Diesen dann für 1-2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Aus dem Teig kleine Kugeln (zirka 1 cm Durchmesser) formen und auf das Backblech setzen. Mit einem in Mehl getauchten Kochlöffelstiel Löcher in die Kugeln bohren. (Achtung! – Bitte nicht durchbohren!).
Die Konfitüre mit einem Spritzbeutel oder mithilfe eines Esspressolöffels in die Vertiefung der Teigkugeln füllen.
Im vorgeheizten Backofen bei 180° Umluft zwischen 10 und 15 Minuten backen. Achtet darauf, dass die Krapfen nicht zu braun werden.
Nach dem Auskühlen mit Puderzucker bestäuben (wenn gewünscht). Fertig!

Guten Appetit!!!

Ausstechplätzchen – der Klassiker unter dem Weihnachtsgebäck

butter

Zutaten (für zirka 6 Bleche):

  • 600g Mehl
  • 400g Butter, weich
  • 200 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1/2 Msp. Zimt

Alle Zutaten zu einer weichen Masse verkneten und im Anschluss für etwa 4 Stunden in den Kühlschranik stellen.

Die Arbeitsfläche mit Mehl auslegen. Einen Teil des kalten Teiges darauf ausrollen (je nach gewünschter Dicke). Im Anschluss mit den Formen Plätzchen ausstechen. Die ausgestochenen Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
Im vorgeheizten Backofen zirka 10 Minuten bei 150° goldbraun backen.

Für die Verzierung sind euch keine Grenzen gesetzt. Ihr könnt beispielsweise die ausgekühlten Plätzchen mit Schokolade oder Zuckerguss bestreichen. Zusätzlich könnt ihr noch verschiedene Schokostreusel darauf verteilen. Möglich wäre es ebenfalls, die noch ungebackenen Plätzchen mit Eigelb zu bestreichen.