Sportfest am 29. Juni 2017

Der vorletzte Schultag stand wieder ganz im Zeichen des Sports. Ein abwechslungsreiches Sportprogramm von Volleyball über Tischtennis bis hin zu Functional Fitness und Yoga ermöglichte es den Schülern und Lehrern ihre Lieblingssportart auszuleben oder sich auf ganz neues Terrain zu begeben.
Leider musste aufgrund des schlechten Wetters das Fußballturnier abgesagt werden.
Unser Redaktionsmitglied Clara hat von diesem Tag ein paar Impressionen mit ihrer Kamera eingefangen.

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Jenny Treibel – Eine Lektüre aus der Sicht eines Schülers

 

Jenny Treibel, ein Roman, der ungefähr zur Zeit Bismarcks spielt, anno 1890. Geschrieben von Theodor Fontane, einem deutschen Schriftsteller des Realismus, und mit circa 210 Seiten eine der längeren Lektüren des Deutschunterrichts.

Alleine diese Länge ist mehr als demotivierend für den allgemeinen Schüler der Q2, aber was sein muss, muss nun mal sein und „Humoristisch, satirisch, gesellschaftskritisch“ klingt doch für den Anfang gar nicht mal so schlecht, oder?

Diese kleine Hoffnung und das winzige bisschen Interesse mögen aber auch leicht enttäuscht werden. Während die letzten Lektüren (überwiegend von den leicht geistesgestörten Autoren der Romantik), hauptsächlich ihre Hauptcharaktere mit möglichst naturnahen Ausschweifungen und Metaphern immer mehr in Wahnsinn, Dunkelheit und den Tod treiben, glänzt Fontane mit seiner an Langeweile angrenzenden Banalität des Lebens der Bourgeoise.

Es gleicht einem Schock, wenn man, nach Monaten des Metaphern-Entschlüsselns, ein Buch vorgelegt bekommt, das man als ein überaus detailgetreues Drehbuch einer besonders langweiligen Staffel einer Dailysoap á la „Gute Zeiten Schlechte Zeiten“ beschreiben kann. Er liebt sie, sie nutzt ihn aus. Ein anderer Typ liebt sie ebenfalls, sie ist aber am Geld des ersten Kerls interessiert. Die Mutter vom ersten der beiden Verehrer mag die Angebetete des Sohnes nicht, weil sie sie für hinterhältig und geldgierig hält, aber selbst ist die gute, alte Frau auch nicht unbedingt besser mit ihrem Interesse an materialistischen Dingen und ihrem Status.

Zusammengefasst: Die Lektüre ist genauso ermüdend wie ihre Vorgänger, die man gezwungenermaßen im Zuge des Unterrichts lesen muss. Der Unterschied bei Jenny Treibel ist nur, dass man nicht das Gefühl bekommt, ein wichtiges Detail in der Flut aus Text zu verpassen, wenn man mal 5 Seiten überspringt.

Alles im allen ist es kein Wunder, dass nur mit einigen Kniffen die vollen 210 Seiten durchgehalten werden können. Sei es ein Wecker, der alle fünf Minuten klingelt, um das immer wieder neu aufkommende Delirium beim Lesen zu vertreiben oder das übertriebene, bildliche Vorstellen, während man sich durch den Text und die seitenlange Monologe der Charaktere quält, in denen sich ausschweifend über Krabben und andere Meeresfrüchte ausgelassen wird. (Ich scherze nicht bei diesem Beispiel. Leider.) Die zweite Variante ist vergleichbar mit dem Schauen einer Dailysoap, nur kopflastiger (wenn man es so formulieren will).

Im Endeffekt lässt sich also sagen, dass tatsächlich viel Humor beim Lesen erfordert wird, da liegt der Klappentext keineswegs falsch. Jedoch stellt sich hierbei nur die Frage, woher diese große Aufbietung an Humor kommt. Ist es vom Buch selbst? Oder ein Lektüreschlüssel, welcher Fontanes raffinierten Witz im Nachhinein und im modernen Deutsch erklärt? Oder ist es im Endeffekt, der an Verzweiflung grenzende Galgenhumor, den sich der Schüler aufzwingt, um die Lektüre irgendwie durchzuhalten?

Das muss wohl jeder selbst herausfinden und vielleicht ist alles auch gar nicht mehr so schlimm, wenn man sich vor Augen hält, dass man jedes Wort in dem Buch nur mindestens einmal gelesen haben muss, um auf das Deutschabitur vorbereitet zu sein.

Music was my first love…

Music was my first love….and it will be my last,
Music of the future and music of the past

Diese Textzeilen aus John Miles Klassiker „Music“ passen zum musikalischen Abend, der am Donnerstag, den 11. Mai an der Alfred-Delp-Schule in Dieburg stattgefunden hat.

Die Liebe zur Musik war sowohl auf Seiten der mitwirkenden Schülerinnen und Schülern als auch auf Seiten der beiden Musiklehrerinnen Frau Schneider und Frau Müller, die dieses Schulkonzert initiiert haben, spürbar. Der Musikkurs der Jahrgangsstufe Q2 (Leitung Frau Schneider), der Musik-Leistungskurs der Jahrgangsstufe Q4 sowie die Stimmbildungs-AG (beide unter der Leitung von Frau Müller) zauberten, trotz Abitur- oder Klausurenstress, ein kurzweiliges und buntes Programm rund um die Noten. So konnten sich die Zuhörer von Brahms bis One Republic inspirieren lassen. Neben zahlreichen Ensemble-Darbietungen standen auch Solisten im Rampenlicht. Schade, dass die zahlreichen Stunden des Übens, des Texte und Partituren Auswendiglernens sowie des Stimmeölens nicht noch mehr Menschen in die Aula der Schule lockte.

Es folgen einige Impressionen des Schulkonzertes:

Musikkurs Q2 Schneider
Den Abend eröffnet hat der Musikkurs Q2 mit den Liedern:
„Hallelujah“ (Leonhard Cohen),
„Never give up“ (Sia),
„Griechischer Wein“ (Udo Jürgens)

Im Anschluss luden drei Solisten am Klavier die Zuhörer zum Träumen ein:

Sofie Vogel
Sophie Vogel mit „Goodbye“ von A.P.Kaczmarek
Isabelle Wistuba
Isabelle Wistuba mit „Primavera“ von Ludovico Einaudi

Johannes
Johannes Scharna mit „Una Mattina“ von Ludovico Einaudi
und der Titelmusik aus dem Film „Forrest Gump“ (Alan Silvestri)

Den ersten Teil beendete die Stimmbildungs-AG. Auch nach der Pause durften die Mädchen und der Junge ihr Können noch einmal zeigen:

Stimmbildung
Zu hören war von ihnen:
„Halleluja“ (K. Oshrat / S. Orr),
„Amazing Grace“ (John Newton, Susanne Müller),
„The Rose“ (A. McBroom, Norbert Müller),
„We are marching“ (Zulu Song, Doreen Rao),
„Yesterday“ (J. Lennon, P. McCartney)

 

Nach der Pause zeigte der Musik-LK von Frau Müller, was sie in den letzten beiden Jahren gelernt haben.

LK Q4
Ihr Lied des Abends war:
„Cups“ von T. und M.A. Carter, L. Gerstein

 

Auch im zweiten Teil des Schulkonzertes durften Solistinnen ihre musikalischen Fähigkeiten zeigen.

Jasmin
Den Anfang machte Jasmin Fritsch. Sie spielte den Klassiker von Simon & Garfunkel „The Sound of Silence“ mit der Querflöte.

Am Ende ihrer Schulllaufbahn können die Schülerinnen und Schüler des Musik-Leistungskurses eine Klausur durch eine praktische Arbeit ersetzen. Wie sich diese anhören können, zeigten den Zuhörern exemplarisch zwei Schülerinnen.  Den Anfang machte Celine Schönberner, gefolgt von Aylin Ormanli.

Celine
Celine Schönberger singt Johannes Brahms „Wiegenlied“ op.49 Nr.4

Aylin
Aylin Ormanli gibt Franz Schuberts „Liebhaber in allen Gestalten“ zum Besten.

 

Den Schlussakkord setze die Schulband mit drei modernen Pop-Songs:
Schulband
„Shape of you“ (Ed Sheeran),
„Counting Stars“ (One Republic)
„Mercy“ (Shawn Mendes)

Großes Finale:
Akteure

 

Informationstag am 21. Januar 2017

Unsere Fotografin Valerie Boudais hat mit ihrer Kamera ein paar Eindrücke des Info-Tages an der ADS festgehalten:

Band6

Der erste Auftritt der Schulband. Von Nervosität keine Spur.

Band5

Band4

Sie waren an diesem Tag ein Publikumsmagnet:

Band3  Band

 

Was die Alfred-Delp-Schule außerhalb des Unterrichts noch zu bieten hat, davon konnten sich die Gäste an den vielen Ständen ein Bild machen.

Delf
Wer Spaß an der französischen Sprache hat, kann das DELF Sprachzertifikat erwerben.

 

Cambridge
Wer sein Englisch verbessern möchte, dem stehen die Wege für ein Workshop in Cambridge offen.

 

Robotik
Wer es lieber technisch mag, für den ist mit Sicherheit die Robotik-AG die beste Wahl.

 

PhiloStand
Oder doch lieber der Frage „Was kann ich wissen?“ philosophisch nachgehen, dann solltet ihr das Zusatzfach „Philosophie“ belegen.

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Inwieweit kann ich mich auf meine Sinne verlassen? Hier wurde der Test gemacht.

 

MINT
Oder verlasst ihr euch lieber auf die Naturwissenschaften? Dann seid ihr bei der Chio-AG und den MINT-Fächern genau richtig.

Chio3Chio2
Hier wurden alle Fragen rund um die Chemie beantwortet.

 

SZ SZ2
Natürlich durfte auch Werbung in eigener Sache nicht fehlen. Über Verstärkung in unserem Team würden wir uns sehr freuen!

 

Über die bildlich festgehaltenen Info-Stände hinaus, gab es noch Informationen über den Russland- sowie Polenaustausch, die Berufsorientierung, Schule ohne Rassismus, die Unicef-AG, die die Besucher mit Kaffee und Kuchen verwöhnte, und das B-Team.
Frische Hot Dogs vertrieben den Hunger am Stand des diesjährigen Aktionskomitees.

Hygiene ist was Anderes

Wir schreiben den 1. Dezember 2016, es ist kalt und immer noch dunkel, als die ersten Schüler der Alfred-Delp-Schule das Atrium betreten. Der Weg führt primär in die Richtung der Vertretungspläne, um zu überprüfen, ob man sich an diesem Morgen nicht grundlos aus dem warmen Bett gekämpft hat.

Der zweite Blick gilt dann meist der Ansammlung an roten Sofas unweit der Spinde. Doch an diesem Morgen stimmt etwas nicht an dem Bild. Das geordnete Chaos an Stühlen, Tischen und Polstermöbeln, das sonst immer um diese Uhrzeit – ca. 20 Minuten vor Unterrichtsbeginn – herrscht, existiert nicht. Auch den sonst recht sauberen Boden zieren Dinge, die üblicherweise am vorherigen Tag hätten verschwinden sollen, wenn der Ordnungsdienst gewissenhaft seinen Job erledigt hätte. Was er augenscheinlich nicht getan hat, es sei denn, jemand hatte es in der vorigen Nacht für eine großartige Idee gehalten, in die Schule einzubrechen und das Atrium mit Brottüten, Essensresten und leeren Plastikverpackungen zu dekorieren. Es ist schließlich Dezember, da kann ein bisschen Schmuck nicht schaden, egal wie ausgefallen er sein mag.

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Spaß beiseite. Die Alfred-Delp-Schule wirbt regelmäßig für die Mülltrennung und das gewissenhafte Verhalten gegenüber der Umwelt. Jede Müllsorte hat eine eigene Farbe und alle Tutorien müssen durch den sogenannten Ordnungsdienst einen Beitrag an der Sauberkeit der Schule leisten. Eine Regel, die ihre Daseinsberechtigung hat, egal wie unwillig der Schüler sich ihr unterordnet und die verlangte Arbeit mehr oder weniger motiviert erledigt. Es ist durchaus nichts Reizvolles daran, alte Salamischeiben und Bananenschalen vom Boden aufzulesen, anstatt nachhause zu fahren. Also kann man durchaus das Chaos an diesem Tag der mangelhaften Arbeit des eingeteilten Ordnungsdienstes zuschreiben, dennoch darf man nicht vergessen, wer diesen Müll überhaupt zu verantworten hat! Nur weil es jemanden gibt, der den Müll am Ende des Schultages wegräumt, heißt das nicht, dass man sich wie ein wildes Tier verhalten muss, das ohne Rücksicht auf Verluste seinen Instinkten nachgeht und die Umwelt dermaßen verwüstet hinterlässt.

Es ist wirklich nicht unüblich, wenn etwas von dem Pausenbrot unbemerkt zu Boden fällt, sodass man ein bisschen Müll zurücklässt, wenn man sich zum Unterricht aufmacht, dennoch kann es nicht möglich sein, dass das Atrium einer Oberstufe, in die üblicherweise nur Leute gelangen, die den korrekten Gebrauch einer Mülltonne kennen, so dermaßen unhygienisch ist. Süßigkeitsverpackungen, angebissene Brote, zusammengeknüllte Tüten und Schalenreste, alles Dinge, die im eigenen Haushalt sofort in der Tonne verschwinden, sobald sie nicht mehr zu gebrauchen sind. Wieso also nicht in der Schule?

Im unmittelbaren Umkreis der Sofalandschaft gibt es mindestens 6 – wenn nicht sogar mehr – Mülleimer, die gefahrlos benutzt werden können, wenn man sich die Mühe macht und sich von seinem Platz erhebt. Wem das zu anstrengend ist, der hat die Möglichkeit den Müll bis zur Ende der Pause aufzuheben und ihn anschließend in einen der Mülleimer, die in ausnahmslos jedem Klassenraum vorhanden sind, zu verstauen. Warum es einigen trotz alledem so schwer fällt, diese Möglichkeiten der Müllentsorgung in Betracht zu ziehen und stattdessen ihre unbrauchbaren Überreste des Pausenbrotes einfach auf den Boden fallen lassen, ist und bleibt wohl ein Rätsel.