Pancakes

Endlich sind Weihnachtsferien und was bedeutet das ? Genau ! Es ist Zeit für richtig gutes Essen, weshalb ich heute ein einfaches Pancake Rezept für euch habe, um an einem schönen Wintertag eurer Familie und euch selbst etwas Gutes zu tun.

Für eine Portion (6 Stück) benötigt ihr:

  • 40gr Buchweizenmehl bzw. Mehl eurer Wahl
  • 50gr Mandelmehl
  • 1 Ei
  • 60ml Wasser
  • 3 Tropfen Vanille Aroma
  • 1/2 Tl. Zimt
  • 1 Eßl. Öl
  • Als Topping z.B Beeren,Erdnussbutter, Banane und Schokoladen Drops

Zunächst gibt man die trockenen Zutaten in eine Schüssel sowie anschließend die flüssigen Zutaten und verrührt diese bis der Teig leicht vom Schneebesen fließt. Dann können die Pancakes schon gebacken werden bis sie gold braun geworden sind, je nach Größe variiert am Ende die Anzahl der Pancakes die ihr aus dem Rezept gebacken bekommt. Jetzt nur noch mit den Toppings eurer Wahl servieren und genießen…

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Warum wir mit der AfD reden müssen

Die „Alternative für Deutschland“, wie sie sich selbst nennen, sind offen nationalkonservativ, gar rechtspopulistisch eingestellt. Mein Gespräch mit einer ihrer Vertreter wurde nach der Veröffentlichung von einigen kritisiert. Die Alfred Delp Schule dürfe nicht in einem Atemzug mit der AfD genannt werden. Es wurde gemutmaßt, Schüler würden Wahlkampf für diese Partei betreiben und wollen nun auch den Rest der scheinbar leichtgläubigen Schülerschaft mitreißen.

Es ist unbestreitbar wichtig Kritik zu äußern. Diese sollte aber auf dem Fundament der Information stehen.
Ich wusste, dass es riskant ist, einen Politiker einzuladen, der offen Teil einer rechtspopulistischen Partei ist.
Wie verhindere ich, dass die Plattform, die ich biete, als Möglichkeit genutzt wird, um zu leugnen und sich als den besorgten Retter der Nation darzustellen? Ich habe versucht, mich so gut wie möglich vorzubereiten, Aussagen und Standpunkte zu finden, die sich nicht relativieren lassen.
Ich hätte bessere Fragen stellen, umfangender recherchieren, an anderen Stellen nachhaken können.

Sicher.

An dem Tag des Interviews aber, trat kein flammenwerfender Dämon mit eingebranntem Hakenkreuz auf der Stirn durch die Tür. Stattdessen begrüßte mich eine nett lächelnde, zierliche Frau, die mir freundlich die Hand schüttelte.
Eine Frau wie ich sie schon oft gesehen hatte.
In der Kassenschlange bei Aldi, in der Nachbarschaft, im Restaurant am Nebentisch.
Sie ist Vertreterin einer Partei, die mir Angst macht.
Sie ist Vertreterin einer Partei, die mir und meinen Freunden Rechte nehmen will.
Ich musste mit dieser Frau reden, versuchen sie zu verstehen.
Deshalb entstand ein Gespräch, das alles andere als unkritisch war.
Wir haben über vierzig Minuten miteinander gesprochen. Lange nach dem verabschiedenden Händedruck am Haupteingang der Schule, habe ich darüber nachgedacht, was Bärbel van Dijk in dieser Dreiviertelstunde gesagt hat. Vielleicht, so hoffe ich, tut sie das auch.
Ich glaube, es ist in der heutigen Zeit enorm wichtig, miteinander zu sprechen. Wir leben in Blasen, hermetisch abgeriegelten Mikrokosmen. Wir sind uns sehr sicher, die Wahrheit für uns gepachtet zu haben. Und auch wenn wir uns als tolerant und fortschrittlich beschreiben, grenzen wir aus. Sorgfältig selektieren wir den Inhalt unserer persönlichen Blase.
Zu schnell wird kategorisiert in „Uns“ und „Die“.
Uns, die demokratieliebenden Deutschen und Die, die dummen Trump wählendenden Amerikanern.
Uns, die Bildungsbürger und Die, die rassistischen AfD Wählern. Es reicht nicht mehr zu wählen und total liberal zu sein, um unsere Demokratie zu schützen. Wir müssen offen sein. Wir müssen auf die Ausländerfeinde, Schwulenhasser und Demagogen zugehen, sie aufnehmen. Das heißt nicht, dass wir ihre Meinung annehmen sollen, vielmehr ist es unsere Aufgabe, eine Alternative aufzuzeigen. Wenn wir das nicht tun, geben wir auf, woran wir glauben. Schließlich werden wir merken, dass unsere Arroganz nicht nur falsch, sondern vernichtend war. Aber dann ist es zu spät. Dann nämlich wird Europa ein anderes sein. Marine Le Pen, Norbert Hofer, Frauke Petry, Geert Wilders und die gerade erstarkenden rechtsextremen Parteien in Polen, Dänemark, Griechenland, Norwegen, Ungarn, Italien, Belgien, Finnland und Großbritannien werden es bis zur Unkenntlichkeit entstellt haben.
Es mag wahnsinnig pathetisch klingen und ist vielleicht naiv. Trotzdem glaube ich, dass unsere wichtigste Waffe der Verstand ist. Wenn wir diesen nutzen, um einsichtig, tolerant und frei zu sein, frei zu bleiben, dann haben wir eine Chance.

Hygiene ist was Anderes

Wir schreiben den 1. Dezember 2016, es ist kalt und immer noch dunkel, als die ersten Schüler der Alfred-Delp-Schule das Atrium betreten. Der Weg führt primär in die Richtung der Vertretungspläne, um zu überprüfen, ob man sich an diesem Morgen nicht grundlos aus dem warmen Bett gekämpft hat.

Der zweite Blick gilt dann meist der Ansammlung an roten Sofas unweit der Spinde. Doch an diesem Morgen stimmt etwas nicht an dem Bild. Das geordnete Chaos an Stühlen, Tischen und Polstermöbeln, das sonst immer um diese Uhrzeit – ca. 20 Minuten vor Unterrichtsbeginn – herrscht, existiert nicht. Auch den sonst recht sauberen Boden zieren Dinge, die üblicherweise am vorherigen Tag hätten verschwinden sollen, wenn der Ordnungsdienst gewissenhaft seinen Job erledigt hätte. Was er augenscheinlich nicht getan hat, es sei denn, jemand hatte es in der vorigen Nacht für eine großartige Idee gehalten, in die Schule einzubrechen und das Atrium mit Brottüten, Essensresten und leeren Plastikverpackungen zu dekorieren. Es ist schließlich Dezember, da kann ein bisschen Schmuck nicht schaden, egal wie ausgefallen er sein mag.

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Spaß beiseite. Die Alfred-Delp-Schule wirbt regelmäßig für die Mülltrennung und das gewissenhafte Verhalten gegenüber der Umwelt. Jede Müllsorte hat eine eigene Farbe und alle Tutorien müssen durch den sogenannten Ordnungsdienst einen Beitrag an der Sauberkeit der Schule leisten. Eine Regel, die ihre Daseinsberechtigung hat, egal wie unwillig der Schüler sich ihr unterordnet und die verlangte Arbeit mehr oder weniger motiviert erledigt. Es ist durchaus nichts Reizvolles daran, alte Salamischeiben und Bananenschalen vom Boden aufzulesen, anstatt nachhause zu fahren. Also kann man durchaus das Chaos an diesem Tag der mangelhaften Arbeit des eingeteilten Ordnungsdienstes zuschreiben, dennoch darf man nicht vergessen, wer diesen Müll überhaupt zu verantworten hat! Nur weil es jemanden gibt, der den Müll am Ende des Schultages wegräumt, heißt das nicht, dass man sich wie ein wildes Tier verhalten muss, das ohne Rücksicht auf Verluste seinen Instinkten nachgeht und die Umwelt dermaßen verwüstet hinterlässt.

Es ist wirklich nicht unüblich, wenn etwas von dem Pausenbrot unbemerkt zu Boden fällt, sodass man ein bisschen Müll zurücklässt, wenn man sich zum Unterricht aufmacht, dennoch kann es nicht möglich sein, dass das Atrium einer Oberstufe, in die üblicherweise nur Leute gelangen, die den korrekten Gebrauch einer Mülltonne kennen, so dermaßen unhygienisch ist. Süßigkeitsverpackungen, angebissene Brote, zusammengeknüllte Tüten und Schalenreste, alles Dinge, die im eigenen Haushalt sofort in der Tonne verschwinden, sobald sie nicht mehr zu gebrauchen sind. Wieso also nicht in der Schule?

Im unmittelbaren Umkreis der Sofalandschaft gibt es mindestens 6 – wenn nicht sogar mehr – Mülleimer, die gefahrlos benutzt werden können, wenn man sich die Mühe macht und sich von seinem Platz erhebt. Wem das zu anstrengend ist, der hat die Möglichkeit den Müll bis zur Ende der Pause aufzuheben und ihn anschließend in einen der Mülleimer, die in ausnahmslos jedem Klassenraum vorhanden sind, zu verstauen. Warum es einigen trotz alledem so schwer fällt, diese Möglichkeiten der Müllentsorgung in Betracht zu ziehen und stattdessen ihre unbrauchbaren Überreste des Pausenbrotes einfach auf den Boden fallen lassen, ist und bleibt wohl ein Rätsel.